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Technologie9 Min. Lesezeit9. April 2026

Forum Comanche und Mohican: Sind Elektrische Work-Class-ROVs die Zukunft?

Eingehende Betrachtung von Forums Comanche und Mohican elektrischen Work-Class-ROVs: VMAX-Steuerungssystem, 6000-m-Faehigkeit, Nordsee-Leistung und Wartungsvorteile.

Forum Energy Technologies' Comanche und Mohican repraesentieren die ernsthafteste Herausforderung gegen die hydraulische Dominanz im Work-Class-ROV-Segment. Beide sind elektrisch angetriebene Fahrzeuge, die schwere Unterwasserarbeiten ohne ein Bord-Hydraulikaggregat durchfuehren sollen. Die Industrie war zwei Jahrzehnte lang skeptisch gegenueber elektrischer Work-Class — die Forum-Fahrzeuge sind das ueberzeugendste Argument bisher.

Comanche: Technische Spezifikation

  • Tiefenbewertung: 6000 m — eines der am tiefsten bewerteten elektrischen Work-Class-Fahrzeuge
  • Nutzlastkapazitaet: 285 kg Front-Nutzlast plus 100 kg Seitennutzlast
  • Antriebsanzahl: acht Antriebe in einer Vektorkonfiguration, jeder unabhaengig von einem dedizierten Motorsteuerungsknoten angetrieben
  • Gesamte installierte Leistung: 202 kW vom Umbilical, davon ungefaehr 150 kW fuer Antrieb und Werkzeug verfuegbar
  • Steuerungssystem: Forum VMAX

VMAX-Steuerungssystem

Forums VMAX-Steuerungssystem ist die ausgefeilteste ROV-Steuerungsarchitektur, die im Work-Class-Segment kommerziell verfuegbar ist. VMAX verwendet ein modellpraediktives Steuerungsrahmenwerk, das das hydrodynamische Modell des Fahrzeugs kontinuierlich aktualisiert. In der Praxis produziert VMAX eine deutlich glattere Positionshaltung in variabler Stroemung als herkoemmliche PID-basierte Auto-Funktionen.

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Elektrisch vs Hydraulisch: Zuverlaessigkeitsdaten

  • Forum hat Betriebsdaten veroeffentlicht, die MTBF fuer das elektrische Antriebssystem ungefaehr 2,3-fach hoeher als vergleichbare hydraulische Antriebssysteme zeigen
  • Die Eliminierung des Bord-HPU beseitigt den groessten Wartungsposten an hydraulischen Work-Class-Fahrzeugen
  • Elektrische Antriebe am Comanche und Mohican sind fuer 3000 Stunden zwischen Lagerinspektion bewertet — hydraulische Antriebe erfordern typischerweise Inspektion bei 1500 Stunden

Wartungsvorteile in der Praxis

  • Kein HPU-Fluessigkeitswechsel — hydraulische Work-Class-Fahrzeuge erfordern 200-400 Liter Hydraulikoel bei regelmaessigen Intervallen
  • Antriebsdichtungssaetze sind einfacher als hydraulische Motordichtungssaetze und erfordern weniger Spezialwerkzeug
  • Motorsteuerungsdiagnose ist in Echtzeit ueber das VMAX-System verfuegbar — sich entwickelnder Lagerverschleiss zeigt sich als erhoehte Motorstromaufnahme vor dem Ausfall
  • Alle Wartungsaktionen gegen Fahrzeuglaufstunden in ThrusterLog protokollieren

Forum's Comanche und Mohican repraesentieren einen echten Wendepunkt. Mehrere grosse Betreiber haben vergleichende Tests mit elektrischen Work-Class-Fahrzeugen durchgefuehrt, und fruehe Ergebnisse bei IMR-Kampagnen zeigen vergleichbare Betriebseffizienz mit deutlich niedrigeren Wartungskosten.

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